1. Mai "Achtern Diek"

Während andere am 1. Mai ihren Rausch vom Vorabend ausschlafen, hieß es für unser Team: zeitig aufstehen! Teamangeln ist angesagt!!

Die Angelsachen wurden bereits am Vorabend gepackt. Mit im Gepcä waren natürlich die Vorfreude und die Aufgerung. Besonders bei mir war die Aufregung groß, denn als Ziel hatte ich meinen ersten Hecht vor Augen. Den musste ich endlich bekommen!

 

Als Ort des Geschehens wählten wir uns ein Plätzchen, an dem noch keiner von uns sein Anglerglück versucht hatte. Einen Ort über den man schon viel Gutes gehört und gelesen hatte: Der Campingplatz "Achtern Diek" in Otterndorf.

Um 8:00 Uhr öffnet dieser seine Pforten. Deshalb beschlossen wir uns auch direkt um 8:00 Uhr dort zu fünft zu treffen. Zu fünft deshalb, weil noch ein gemeinsamer Freund zur Unterstützung mitkam.

Vor lauter Aufregung und Vorfreude waren vier von uns fünf schon um 7:30 Uhr da. Was aber nun? Wie soll man diese ewig langen DREIZIG MINUTEN rumkriegen, wenn man doch vor Aufregung schon kurz vorm Platzen ist?! Uns blieb nichts anderes übrig als schon mal zu schwärmen und zu warten...so ein Mist...

Aber dann war es endlich 8:00 Uhr und wir konnten das Anmeldebüro stürmen um uns unsere Gastkarten zu besorgen.

Bis zu diesem Zeitpunkt war auch das Wetter einigermaßen auf unserer Seite. Das sah am Vortag noch deutlich schlechter aus und wir hatten befürchtet, dass der lang geplante Tag buchstäblich ins Wasser fallen würde.

Die Gastkarten endlich in der Hand, machten wir uns schnell auf den Weg an einen der beiden Seen. Und kurz darauf traf dann auch unser Danny ein.

 

Schnell wurden die Angeln ausgepackt, beködert und an den Fisch gebracht. Kaum war dies geschehen, änderte sich aber das Wetter...Schlagartig hatten wir schwarze Wolken über unseren Köpfen und es fing erstmal ordentlich an zu schütten...Wir konnten nur hoffen, dass es schnell wieder trockener wird....

 

 

... und tatsächlich hatten wir ein kleines bisschen Glück und die dicken Wolken lockerten auf und der Regen wurde weniger und ließ letztendlich ganz nach.

Aber die Fische wollten einfach nicht beißen... Es tat sich einfach NICHTS... nicht an der Köderfischrute, nicht an der Grundrute, nicht an den Posenruten mit lecker Maden und Würmern, nicht an der Futterkorbmontage und auch nicht an den Spinnruten. Es tat sich einfach nichts und unsere Launen sanken ein wenig.

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit dann endlich der Befreiungsruf: "Ich hab einen!"

Es war unser Gastangler Robert, an dessen Rute ein ordentlicher Fisch zappelte. Das Anfüttern hatte sich ausbezahlt. Mit Jirkos Hilfe am Kescher wurde der erste Fisch des Tages an Land geholt. Ein 57 cm großer Brassen entschneiderte Robert.

Raphael und Danny waren mittlerweile mit ihren Spinnruten unterwegs und wollten nun endlich die Raubfische kitzeln.  Plötzlich ertönte es vom etwas entfernten Steg: "Jawoll!" Danny hatte einen Fisch an seiner Spinnrute. Leider konnte er den Fisch nicht landen, da sich dieser vorher wieder befreite.

Ich setzte mich gerade wieder auf meinen Platz, da rief doch schon wieder jemand: "Ich hab einen!"... Robert hatte erneut Erfolg mit seine Futterkorbmontage. Erneut ein dicker Brassen, mit stolzen 54 cm. 

Kaum war die Montage wieder im Wasser, war es nun wieder Danny, der uns rief und an dessen kupferfarbenden Spinner jetzt ein 52er Hecht hing.

 

So sehr ich mich auch für die beiden Männer freute...aber nun wollte ich auch endlich fangen. Also schnappte ich mir meine Spinnrute, die mit einem kleinen Gummifisch bestückt war, und verzog mich weiter nach links in eine kleine Bucht. Ein Hänger folgte auf den nächsten. Doch dann endlich, nach vielen Auswürfen und Krautfängen war es tatsächlich so weit: Da war er. Mein erster Hecht. Unfassbar! Das Adrenalin schoss durch meinen Körper. Was mache ich denn nun? Erstmal Laut nach Raphael rufen, der sofort mit dem Kescher in der Hand angerannt kam. Er zeigte mir flott wie ich den Hecht vom Harken befreie und ihn halten soll. Schließlich war es ja mein Erster und ich konnte bisher immer nur bei den anderen sehen wie es geht. Nun durfte ich es aber das erste Mal selbst erleben.

Ich kam aus dem Zittern gar nicht mehr raus. Mein erster Hecht! Ein unglaublicher Moment. Wahnsinn, was für ein Gefühl ein solches Tier in den Händen zu halten.

Mein Ziel war erreicht und für mich hätte der Tag nicht besser werden können.

Kurz darauf konnte Robert noch zwei weitere Brassen (54 und 56 cm) mit seiner Futterkorbmontage überlisten und an Land ziehen. Auch Danny gelang es bald darauf noch einen weiteren Hecht mit seinem Kupferspinner zu fangen. Auch dieser 54er Hecht  durfte wieder schwimmen, da er noch nicht das Mindestmaß erreicht hatte.

Anschließend passierte für zwei Stunden wieder gar nichts. Raphael und Jirko wurden langsam ungeduldig, denn an ihren Ruten herrschte Flaute.

"Ich hab einen!", ertönte es dann wieder von unserem Freund Robert, der noch einen letzten Brassen an Land ziehen konnte. Dieser war sogar noch ein Stückchen größer als seine vier Vorgänger. 58 cm als erneuter Beweis: Brassen fangen kann der gute Mann.

 

Ich machte mich zum Abschluss noch einmal mit Danny und unseren Spinnruten auf den Weg um noch einen Hecht zu überlisten.

Mit meinem Gummiköder hatte ich leider keinen weiteren Erfolg mehr. Danny jedoch konnte noch einen weiteren Hecht (61 cm) mit seinem Kupferspinner täuschen.

 

Kurz darauf beschlossen wir dann unsere Sachen zu packen und den Angeltag zu beenden. Es war mittlerweile 18 Uhr und strahlender Sonnenschein. Während ich total erledigt war und mich schon mal ins Auto fallen ließ, schnappten sich die vier Männer noch ein letztes Mal ihre Spinnruten und zogen noch einmal um den kleinen See. Nach knapp einer Stunde waren sie dann wieder auf dem Parkplatz. Nach zahlreichen Versuchen, war es erneut Danny, der mit seinem Kupferspinner einen kleinen Hecht fing.

 

Am Ende stellten wir uns noch einmal alle zusammen, um unser Fazit des Tages zu besprechen. In diesem See scheinen nur die Hechte "klein" zu sein. Kleinfisch haben wir trotz des glasklaren Wassers nicht mal am Rand zu Gesicht bekommen. Für mich wird dieser Ort immer ein magischer Ort bleiben, denn er brachte mir meinen ersten Hecht. Leider blieben Jirko und Raphael Schneider. Aber dennoch waren wir alle sehr zufrieden mit diesem Angeltag.

 

Während der kleinen Gespräche, die wir während des Angelns immer wieder führten, überlegten wir im Team, was mit Robert passieren sollte. Schon vor einiger Zeit fragte er, ob es möglich wäre, dass er unser Team verstärkt.

 

Und so wurde es beschlossen: 

Ab sofort sind wir zu fünft in unserem Team. So einen engagierten Angler, der mit so viel Freude und Neugierde bei der Sache ist, den können wir unmöglich gehen lassen. Robert der Brassenspezi gehört ab sofort zu uns! An dieser Stelle noch einmal Herzlich Willkommen und Petri Heil an dich, lieber Robert. 

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