Ein Tag auf dem Balksee

Unter diesem Motto machten wir uns am 17. Mai auf den Weg in die Wingst zum ca 127 ha großen Balksee.

 

Im Vorfeld war bekannt, dass die Uferzonen des gesamten Sees unter Naturschutz stehen. Somit war ein Ansitz vom Land ausgeschlossen. Allerdings ist dass Angeln vom Boot aus gestattet.

 

Der Balksee soll laut Angaben einiger Anglerforen über einen recht guten Zanderbestand verfügen. Was uns ein Bekannter von Danny, der uns angeboten hat uns zu guiden, ebenfalls bestätigte.

 

So trafen wir uns dann um ca 9:00 Uhr am See, machten unsere Gerätschaften startklar und verteilten uns mit Sack und Pack auf die Boote.

 

Angeführt von Hauke, dem Bekannten von Danny. Zunächst wurden markante Punkte Angesteuert, wie z. B. "tiefere" Stellen und ins Wasser ragende Bäume.

 

Die ersten Würfe gingen ins Leere. Nach ein paar Platzwechseln war es Jirko, mittlerweile etwas von der Gruppe abgesondert, der den ersten Fisch des Tages überlisten konnte. Aus der Ferne konnten wir beobachten, wie Jirko seinen Wiedersacher sicher landen konnte. Es war ein Hecht, 73cm und der kämpferische Esox konnte einem an der Posenmontage angebotenen Köderfisch nicht wiederstehen.

 

Mittlerweile hatte die Sonne die Wolken verdrängt und der Nebel auf dem Wasser verschwand. Was dem Beisverhalten der Fische nicht zu Gute kam. Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne Fischkontakt, steuerten Joana, Ich und Danny, eine Uferzone an. Aus sicherer Entferung, da man mindestens 70 Meter Abstand von den Uferzonen halten muss, boten wir unsere Köder an. 

 

Im Freiwasser erspähte ich eine Gruppe Kleinfische, die explosionsartig aus dem Wasser sprangen und vermutete dort einen Räuber. Richtig geraten...

Mein Effzettspinner war noch nicht einmal richtig durch die Wasseroberfläche gedrungen, da knallte es in der Rute. Ein ordentlicher Wiederstand war zu spüren und das Adrenalin schoss durch meinen Körper. Nach dem Anhieb folgte eine ordentliche Flucht des Fisches in Richtung des Bootes. Kurz vor dem Boot begann dann der spannende Drill und ich konnte meinem Kontrahenten das erste Mal in die Augen schauen. Es war ein Rapfen. Kein Riese, aber ein ordentliches Kraftpaket. Dieser konnte nach einigen Fluchten auch ordnungsgemäß gelandent werden.

 

Von diesem Glücksmoment berauscht, wollte ich Jirko die frohe Kunde per Handy übermitteln , als ich plötzlich eine Nachricht von eben diesem bekam...

 

Der erste Zander wurde vermeldet. Im gleichen Moment, als der Rapfen bei mir Biss, konnte Jirko einen Stachelritter überlisten. Stolze 63cm und ordentlich genährt präsentierte dieser sich von seiner besten Seite und verhalf Jirko zum Ende seiner "Zanderdurststrecke".

 

Leider kehrte nach diesen Ereignissen wieder Ruhe ein und die Fische verschmähten unsere Köder.

So zogen wir weiter zum nächsten Spot. Dort angekommen, rammten wir unsere Holzpfähle in den schlammigen Gewässergrund und machten die Boote fest.

Doch auch hier das gewohnte Bild. Wurf um Wurf und nichts kam dabei raus.

BisDanny plötzlich aufschrie: Fisch!!!!

 

Die leichte Spinrute stand krumm und die Bremse heulte auf.

Uns war klar, das ist kein "Kleiner".

Nach einem kurzen aber intensiven Kräftemessen , zeigte sich Dannys Kontrahent zum ersten Mal an der Oberfläche. Ein Zander.

 

Und wir konnten erkennen, das der Zander den Köder wohl verfehlte und sich am vorderen Ende der Rückenflosse hakte.

Danny führte den Fisch trotzdem sicher über seinen Kescher und konnte sich so mit einem schönen 66er Zander entschneidern. 

 

Leider war es das dann auch mit den Räubern des Balksees. Die Sonne knallte unerbittlich von oben auf uns herab und machte es uns echt nicht leicht. 

 

Später konnte Danny noch ein paar Prachtgüster und Brassen überlisten, aber die Hechte, Zander, Barsche und Rapfen ließen sich nicht mehr blicken.

 

So lief der Angeltag dann bei ca 20:00Uhr seinem Ende entgegen und wir machten uns auf dem Weg zurück zum Bootsanleger.

 

Unser Fazit: Trotz anstrengendem Rudern über den sehr großen und sehr flachen Balksee, hat es doch einen riesen Spaß gemacht. Und wir werden bestimmt wieder kommen. Zumal es echt ein schönes, ruhiges und sehr naturbelassenes Gewässer ist mit hohem Raubfischpotenzial. Trotz der geringen Durchschnitstiefe ;-)

 

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