Barbe (Barbus barbus)

Die Einheimische Barbe wird auch Flussbarbe oder Pigge genannt.

 

Verbreitung/Vorkommen:

Die Barbe lebt meist gesellig in kleinen Scharen in größeren Flüssen (meist im Mittellauf) mit mäßiger Strömung und sandig bis kiesigem Untergrund. Die Gattung der Barben ist sehr artenreich. Sie kommt in ganz Mitteleuropa bis hin zum Schwarzmeergebiet vor, nicht jedoch in Schottland, Irland und Skandinavien.

 

Merkmale:

Die Barbe hat einen langgestreckten, schlanken und kraftvollen Körper, mit großen Flossen, der mit kleinen Schuppen besetzt ist. Das Maul ist stark unterständig, hat wulstige Lippen und besitzt an der Oberlippe 4 Barteln. Der erster Strahl (Gliederstrahl) der Rückenflosse ist stark entwickelt, verknöchert und am Hinterrand scharf gezähnt. Der Rücken ist blau- bis schwärzlichgrün, die Seiten heller und der Bauch weiß mit oft leichter Rotfärbung. Alle Flossen sind grünlichgrau mit leichter Rotfärbung. Die Barbe kann bis zu 90 cm lang und 10 kg schwer werden. Mitunter treten Goldvariationen (Goldbarben) auf.

 

Fortpflanzung:

Die Flussbarbe wird im 4. Jahr geschlechtsreif. Die Laichzeit ist von Mai bis Juli. Zur Fortpflanzung sammeln sie sich zu größeren Schwärmen und wandern stromaufwärts zu den Laichplätzen, dabei bevorzugen sie flache und stark überströmte Kiesbänke. Die kleinen, goldgelben, nur leicht klebenden Eier werden in die Zwischenräume des kiesigen Untergrundes eingeschwemmt. Der Laich der Barbe ist giftig. Nach dem Genuß treten Vergiftungserscheinungen wie starker Brechreiz und Durchfall auf. Die nach ca. zwei Wochen schlüpfenden Larven verbringen weitere 10 Tage in den Hohlräumen der Flusssohle und zehren vom Dottersack, bevor sie schwimmfähig sind.

 

Nahrung:

Als dämmerungsaktiver Fisch hält sie sich tagsüber in durchströmten Unterständen auf und geht erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche. Bei ihren Wanderungen legt die Barbe oft Entfernungen von mehreren Kilometern zurück. Als Nahrung dienen Insektenlarven, Würmer und Kleinkrebse. Größere Barben stellen auch kleinen Fischen nach.

 

Verwendung:

Die Flussbarbe ist ein langsam wachsender Fisch mit sehr weichem Fleisch. Sie ist sehr wohlschmeckend, jedoch wie die meisten Weißfische mit vielen kleinen Gräten durchsetzt.

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