Brasse (Abramis brama)

Die Brachse wird auch Blei-BrachseBrachsmeBrasse oder Bresen genannt. Sie ist der Leitfisch der nach ihr benannten Brassenregion.

 

Verbreitung/Vorkommen:

Brachsen bevölkern stehende bis langsam fließende Gewässer, sowie größere Seen mit weichgründig-schlammigem Bodensubstrat. Ihr Vorkommen erstreckt sich nördlich der Pyrenäen und der Alpen in ganz Europa, bis fast zum Polarkreis. Sie kommen auch im Brackwasser der Flussmündungsgebiete vor. Der Brachsen fehlt im gesamten Südeuropa.

 

Merkmale:

Der Brachsen weist einen außergewöhnlich hochrückigen und seitlich stark abgeflachten Körperbau (Scheibenform) mit stumpfer Schnauze auf. Seine Grundfärbung ist bräunlich bis graugrün (teils silbrige Töne), im Alter oft mit einem goldgelben Schimmer. Der Rücken ist dunkel gefärbt, der Bauch fast weiß. Der bleiblaue Färbung auf dem Rücken verdanken die Fische den Namen "Blei". Das Maul ist leicht unterständig und kann zur Nahrungsaufnahme rüsselartig ausgestülpt werden. Bis auf die Brustflossen sind die Flossen dunkelgrau. Die Brustflossenspitzen erreichen den Ansatz der Bauchflosse. Die Rückenflosse hat 12, die Afterflosse 26-31 Strahlen. Die Brachsen werden 30 bis 50 (max. 85) cm lang und erreichen ein Gewicht von bis zu 7 bis max. 10 kg.

 

Fortpflanzung:

Die Brachsen werden zwischen dem 4. und 8. Jahr geschlechtsreif. Zur Laichzeit bildet das Männchen einen auffälligen Laichausschlag, vor allem im Kopfbereich. Die Laichzeit liegt im April bis Juli und dauert etwa zwei Wochen. Die Fische ziehen in Schwärmen zu flachen, pflanzenreichen Uferstellen. In mehreren Phasen werden im Uferbereich des Gewässers unter heftigem Laichspiel 200.000 - 300.000 grüngelbe, klebrige Eier von 1,6 - 2 mm Durchmesser abgelegt. Sie haften an Pflanzenstengeln oder dem Untergrund.

 

Nahrung:

Während die Jungfische vorwiegend in Ufernähe zwischen Wasserpflanzen überwiegend Zooplankton fressen, gehen ältere Tiere zu Bodennahrung über. Sie suchen im schlammigen Untergrund nach kleinen Muscheln, Schnecken, Zuckmückenlarven und Schlammwürmern. Die erwachsenen Tiere halten sich tagsüber schwarmweise in größeren Tiefen auf und kommen erst nachts in flache Wasserbereiche. Der Weg eines Brachsenschwarmes ist im flachen Wasser leicht durch aufsteigende Bläschen von Sumpfgas bemerkbar, welche beim Durchwühlen des Bodens freigesetzt werden.

 

Verwendung:

Wegen des grätenreichen Fleisches ist er als Speisefisch eher geringgeschätzt.

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