Döbel (Leuciscus cephalus)

Der Döbel ist ein beliebter Angelfisch. Er wird auch Aitel, Eitel oder Dickkopf genannt. Er gilt als eine anpassungsfähige Art.

 

Verbreitung/Vorkommen:

Der Döbel ist in den meisten Regionen Europas weit verbreitet. Er lebt überwiegend oberflächennah in Fließgewässern und zwar von der unteren Forellenregion bis zur Brassenregion. Gelegentlich kommt er auch in Seen vor und besiedelt im Ostseeraum auch den Brackwasserbereich. In Schottland, Irland und dem Norden Skandinaviens ist er jedoch nicht zu finden. Junge Döbel sind Schwarmtiere, je älter sie jedoch werden, desto eher werden sie zum Einzelgänger.

 

Merkmale:

Der Döbel wird im Durchschnitt 30 bis 40 (max. 70) cm lang und 1 (max. 8) kg schwer. Der Rücken ist graubraun gefärbt und schimmert grünlich. Die silbrigen Flanken haben oft einen Goldglanz, der Bauch ist weißlich. Er besitzt einen spindelartigen, seitlich abgeflachten Körper, großen Kopf und ein sehr großes, endständiges Maul mit abgerundeter Schnauze. Charakteristisch sind seine rötlichen Bauch- und Afterflossen. Die Rückenflosse hat 11-12, die Afterflosse 10-12 Strahlen. Die Afterflosse ist außerdem am Rand nach außen gewölbt. Die Schuppen zeigen ein Netzmuster, bei älteren Fischen sind die Schuppen dunkel umrandet. Sie werden 8 - 10 Jahre alt, in Ausnahmefällen älter.

 

Fortpflanzung:

Mit zwei bis vier Jahren sind die Döbel geschlechtsreif. Sie laichen in den Monaten April - Juni in kleinen Schwärmen. Zuerst besetzen die Männchen die Laichplätze, dann stoßen die reifen Weibchen zu ihnen. Im Abstand von 10 - 20 Tagen laichen sie zwei bis dreimal und legen 20 000 - 200 000 klebrige, 1,5 - 2 mm große Eier an Steinen und Wasserpflanzen ab. Bei den Männchen (seltener auch bei Weibchen) tritt in dieser Zeit Laichausschlag auf.

 

Nahrung:

Döbel sind klassische Raubfische und typische Allesfresser. Jungfische, die im Schwärmen leben, ernähren sich bevorzugt von Insektenlarven, Würmern, Weichtieren, sowie von Anflugnahrung und manchmal auch von Pflanzen. Größere Döbel werden zu Einzelgängern, die sich räuberisch ernähren (Fische, Frösche und Krebse). Ältere Exemplare machen auch vor ins Wasser gefallenen Früchten sowie dem Laich und dem Nachwuchs anderer Arten nicht halt.

 

Verwendung:

Beim Verzehr trennen sich trotz seines guten Gemacks die Gemüter, da sein Fleisch recht viele Gräten hat.

Der Döbel ist der wichtigste Wirtsfisch für die Verbreitung der Larven der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel (Unio crassus).

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