Gründling (Gobio gobio)

Der Gründling ist ein bodenorientierter, kleinwüchsiger Fisch und lebt in Schwärmen. Er zählt zu den anpassungsfähigen Fischarten. Gründlinge geben quietschende Geräusche von sich, von denen man annimmt, dass sie der innerartlichen Verständigung dienen.

 

Verbreitung/Vorkommen:

Der Gründling ist in Europa, mit Ausnahme des Südens der iberischen Halbinsel, der appeninischen Halbinsel, Dalmatien, Griechenland, Irland, Schottland und Nord- und Mittelskandinavien, verbreitet. Er kommt auch in Mittel- und Nordasien vor. Er besiedelt hauptsächlich schnell fliessende Bäche und Flüsse (von der Äschen- bis zur Brassenregion), wird jedoch auch in Seen und im Brackwasser angetroffen. Der Gründling bevorzugt Kies- und Sandgrund.

 

Merkmale:

Der Gründling hat einen langgezogenen, fast drehrunden Körperbau und einen kurzen, hohen Schwanzstiel. Die Durchschnittslänge beträgt 10 cm, selten wird der Gründling über 15 cm (max. 20 cm) lang und über 100 g schwer. Der Körper ist mit relativ grossen Schuppen bedeckt. Am langen Kopf fallen große Augen auf. Das unterständige Maul ist im Maulwinkel mit je einer Bartel besetzt. Auf dem Rücken ist der Gründling braun bis grünlichbraun gefärbt, der Bauch ist hell. An den Seiten in Höhe der Seitenlinie befinden sich dunkle Flecken, die sich zu einem Band vereinen können. Die unpaaren Flossen sind fein gemustert und teils auch mit dunklen Punkten besetzt. Die Rückenflosse hat  9-10, die Afterflosse 8-9 Strahlen. Die Brustflossen der Milchner (Männchen) deutlich grösser als die der Rogener (Weibchen) und reichen bis zur Basis der Bauchflosse. Wie bei allen Gründlingsarten ist die Schwanzflosse gegabelt.

 

Fortpflanzung:

Die Geschlechtsreife der Fische tritt im 2. Jahr ein. Zur Laichzeit unternehmen die Fische oft schwarmweise kurze, flussaufwärts gerichtete Wanderungen. Nur die Männchen haben dann in Kopfnähe einen punktförmigen, weißen Laichausschlag. Die Laichzeit liegt im Mai und Juni bei einer Wassertemperatur von 12-18°C. Die bläulich-weißen, klebrigen, 1,3 - 1,6 mm großen Eier werden in kleinen Klumpen in geringer Wassertiefe auf Sand- oder Kiesgrund abgelegt. Diese Eiablage (1.000 - 3.000 Stück/Weibchen) wird in Etappen zeitlich versetzt mehrmals wiederholt. Die Larven schlüpfen nach 10-30 Tagen.

 

Nahrung:

Die Nahrung des gesellig lebenden Grundfisches besteht aus bodenbewohnenden Insekten, sowie deren Larven, kleinen Muscheln und Kleinkrebsen. Gelegentlich frisst er auch Fischlaich und Pfanzenteile. Die Larven ernähren sich von Planktonkrebsen. Meist ist der Gründling tagaktiv, bei Störungen etwa durch Räuber verlegt er seine Aktivität auf die Dämmerung.

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