Karpfen (Cyprinus carpio)

Allgemeines


Ursprünglich stammt der Karpfen aus Asien. Die Römer brachten ihn nach Europa. Der Karpfen (Cyprinus carpio L.) ist eine Fischart aus 
der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.

Im Gegensatz zum "Wildkarpfen" hat der Schuppenkarpfen eine hochrückige, gedrungene und füllige Körperform, außerdem einen Buckel nach dem Kopf.

Hinsichtlich der Beschuppung unterscheidet man 4 Formen:

  • Schuppenkarpfen mit vollständiger Beschuppung
  • Spiegelkarpfen mit unregelmäßig angeordneten, übergroßen Schuppen
  • Zeilkarpfen mit einer Schuppenreihe entlang der Seitenlinie
  • Leder- oder Nacktkarpfen ohne Beschuppung

Der Karpfen bevorzugt warme, stehende oder langsam fließende Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund. Karpfen sind Schwarmfische, die den Winter an den tiefsten Stellen überdauern und in dieser Zeit keine Nahrung aufnehmen.

Die meisten Vorkommen finden sich in den Mittel- und Unterläufen der größeren Flüsse. Fast alle Bestände beruhen auf Besatzmaßnahmen mit Zuchtkarpfen.

 

Merkmale

 

Kapitaler Schuppenkarpfen

Die wichtigsten Merkmale des Schuppenkarpfens sind:

  • hochrückige, gedrungene und füllige Körperform, 
    Buckel nach dem Kopf
  • er hat ein endständiges, unbezahntes vorstülpbares Maul
  • um das Maul stehen vier fleischige Bartfäden (2 lange, 
    2 kürzere), von denen die 
    2 größeren etwa am Mundwinkel, die zwei kleineren 
    über der Oberlippe sitzen
  • seine Schlundzähne sind in 3 Reihen angeordnet
  • er at relativ große Augen
  • er hat große Schuppen
  • die große Schwanzflosse ist tief gegabelt und abgerundet
  • der Bauchflossenansatz ist hinter der Rückenflosse
  • die Afterflosse ist leicht konvex und mit mehreren Strahlen verstärkt
  • der jeweils längste Strahl der Rückenflosse und der kurzen Afterflosse ist hinten sägeartig gezackt
  • er ist seitlich goldgelb bis braun
  • der dunkle Rücken schwankt in der Färbung zwischen graugrün und schwarzgrün, 
    Bauch weiß bis goldgelb
  • er hat paarige Flossen und seine Schwanzflosse ist gewöhnlich rötlich
  • die Rückenflosse ist graublau
  • 33-40 Schuppen entlang der Seitenlinie
  • Flossenstrahlen: D 0/20-28, A 0/8-9, P 0/16-17, V 0/10-11, C 0/19
  • Schlundzähne: 1.1.3-3.1.1
Verwechslungsarten: Karauschen Carassius carassius) und Giebel Carassius gibelio) besitzen keine Barteln, Schleien (Tinca tinca) eine kurze, rundliche Rückenflosse.
Karpfen können unter guten Bedingungen ein Alter von 50 Jahren erreichen.

 

Größe

Die mittleren Größen liegen bei 35 bis 50 cm mit 2 bis 3 kg Gewicht, Längen von 140 cm und Gewichte über 50 kg sind möglich.

 

Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Karpfen bevorzugt warme, stehende oder langsam fließende Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund. Er ist relativ unempfindlich gegenüber Schwankungen des pH-Wertes und des Sauerstoffgehaltes. Tagsüber ist er scheu und hält sich meist in tieferen Gewässerbereichen oder in Verstecken auf, um erst bei Einbruch der Dämmerung aktiv zu werden.

Der Karpfen wurde schon im Altertum vom Menschen weit verbreitet und ist heute in ganz Europa - mit Ausnahme Skandinaviens - zu finden.

 

Fortpflanzung

Die Laichzeit des Karpfens fällt in die Zeit von Mai - Juli bei Wassertemperaturen von 15 - 20 ° C.

Die ca. 1 bis 1,5 mm großen Eier (100.000 - 250.000/kg Körpergewicht) werden in flachen Uferbereichen unter heftigen Laichspielen an Wasserpflanzen angeklebt.

Er erreicht seine Geschlechtsreife mit 3 bis 5 Jahren. Bei 15 °C entwickelt sich der Laich etwa in 5 Tagen, bei 20 Grad Celsius in nur 3 Tagen. Die Larven sind an die 5 mm lang und kleben in der ersten Zeit, bis sie den Dottersack aufgebraucht haben, an den Pflanzen. Sie ernähren sich von Kleinplankton und stellen sich rasch auf Bodenorganismen um. Eine andere wichtige Nahrungsquelle sind auch Pflanzen und ihre Samen.

 

Nahrung

Als Nahrung dienen vorwiegend Bodentiere (Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse, Insektenlarven), die durch Vorstülpen des Maules aufgenommen werden. Fehlt dem Karpfen die nötige Proteinmenge, verzehrt er auch ab und an kleine Fische wie Lauben oder Rotaugen.

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