Rapfen (Aspius aspius)

Der Lebensraum des Rapfen sind die strömungsreichen Flüsse Mitteleuropas, östlich des Rheins und in Osteuropa bis hin zur Wolga. Teilweise kommt der Rapfen auch in Brackwasserregionen der Ostsee vor. Südlich der Alpen fehlt er. Bevorzugt werden Fliessgewässer (Barbenregion), er besiedelt aber auch große Seen und Flussmündungen.

 

Merkmale:

Die Körperform ist stromlinienförmig, langgestreckt und seitlich nur ein weinig abgeflacht. Das Maul ist oberständig und hat eine tiefe, bis zur Augenmitte reichende Mundspalte. Der Unterkiefer hat an der Spitze einen Haken, der in die dafür vorgesehene Kerbe des Oberkiefers passt. Die Augen sind sehr klein und tiefliegend. Die Grundfärbung ist am Rücken dunkel-oliv, die Flanken sind silbrig bis messingfarbend. Des weiteren hat der Rapfen eine sehr weit geschnittene Schwanzflosse, eine hohe Rückenflosse und eine spitz zulaufende Brustflosse. Die paarigen Flossen und Afterflosse sind meist rötlich gefärbt. Die Afterflosse ist tief eingebuchtet bis sichelförmig ausgeprägt.

Die Schuppen vom Rapfen sind sehr klein. Er ist einer der wenigen europäischen Räuber, der keine Zähne hat.

In der Regel wird der Rapfen zwischen 10 und 80 Zentimeter groß, aber auch eine Länge von 120 cm wurde bereits erreicht. Sein Durchschnittgewicht beträgt 3 bis 5 Kilo, in Ausnahmefällen sind auch 6 Kilo möglich. Er kann ein Alter von 10 bis 12 Jahren erreichen.

Junge Rapfen sind dem Moderlieschen sehr ähnlich, haben aber im Gegensatz zu dieser Art eine vollständige Seitenlinie, ein größeres Maul und kleinere Augen. Ein Rapfen wächst sehr schnell und ist bereits nach einem Jahr ca. 500g schwer.

 

Fortpflanzung:

Die Geschlechtsreife beginnt zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr. Die Laichzeit geht von April bis Juni. Die Weibchen legen ihre 80.000 bis 1 Million klebrige Eier an stark überströmten Kiesbänken ab. Das Männchen zeigt in dieser Zeit eine starken Laichausschlag. Durch die Strömung werden die nach ca. 2 Wochen schlüpfenden Jungfische in ruhigere Wasserzonen getragen.

 

Nahrung:

In jungen Jahren lebt der Rapfen als typischer Friedfisch, ernährt sich aber mit zunehmendendem Alter räuberisch und ist dabei ein typischer Oberflächenjäger. Der Rapfen ist der einzige europäische Karpfenfisch, der sich ausschließlich räuberisch ernährt.

 

Verwendung:

Da Rapfen 137 Zwischenmuskelgräten haben, sind sie als Speisefische nicht besonders beliebt.

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