Wels (Silurus glanis)

Der Wels wird auch Flusswels oder Waller genannt. Üblicherweise hält sich der Fisch am Tag versteckt, er ist nachts und während der Dämmerung aktiv.

 

Verbreitung/Vorkommen:

Ursprünglich erstreckte sich das Verbreitungsgebiet des Wels von Afghanistan bis Deutschland. Heute ist er bereits in fast ganz Europa vertreten. In Großbritannien sind nur vereinzelte Vorkommen verzeichnet. In Skandinavien (Schweden) kommt er bis zum Vänern-See vor. Bevorzuge Gewässer sind sommerwarme natürliche Seen, Altgewässer und größere Flüsse mit weichem Boden. Im Gebiet der Ostsee und des Schwarzen Meeres kommt er auch im Brackwasser vor.

Bekannteste Europäische Gewässer in denen regelmäßig große Welse gefangen werden sind die Donau, der Ebro in Spanien, der Po in Italien und die Theiß in Ungarn. Im Winter ziehen sie sich an tiefe Stellen zurück, nehmen keine Nahrung mehr auf und verfallen in einen Ruhezustand.

Sie werden auch in Fischteichen gehalten.
PH-Wert von 6.5 bis 7.5
Temperatur von 4º bis 20º Celsius

 

Merkmale:

Der Wels besitzt einen langgestreckten, schuppenlosen und schleimigen Körper mit breitem, abgeplatteten Kopf. Er erreicht bis zu 3 m Länge, bringt zuweilen über 150 kg auf die Waage. Sein großes, endständiges Maul ist gut mit kleinen Bürstenzähnen besetzt. Der Unterkiefer ist leicht vorgestreckt. Am Oberkiefer besitzt er ein Paar lange, gut bewegliche und mit Knorpel verstärkte Bartfäden, die als Tast- und Geschmacksorgane seine nachtaktive Lebensweise unterstützen. Auf der Kopfunterseite befinden sich noch vier kürzere und unbewegliche Barteln.

Der Rücken ist olivgrün bis schwärzlich-blau gefärbt. Die Flanken sind heller und marmoriert. Der Bauch ist cremeweiß bis schmutzigweiß, teils mit leicht rotem Schimmer. Es kommen aber auch goldene und rötlich gefärbte Exemplare vor. Welse können 30 bis 40 oder mehr Jahre alt werden.

Die Seitenlinie ist vollständig. Die Rückenflosse besitzt 3-5 Flossenstrahlen, die Afterflosse 84-92 Flossenstrahlen. Diese reicht bis zur Afterflosse. Der vorderer Brustflossenstrahl ist gesägt an der Spitze und an der Hinterkante.

 

Fortpflanzung:

Die Geschlechtsreife tritt mit 3-5 Jahren ein. Der Wels laicht im Spätfrühling bis Frühsommer (Mai bis Juli) bei Wassertemperaturen von mindestens 18 °C. Das Männchen hebt an flachen, meist dichtbewachsenen Uferstellen eine Mulde aus in die das Weibchen die ca. 3 mm großen, klebrige Eier (je Kilo Körpergewicht des Weibchens 7000 - 30.000) auf Wasserpflanzen ablegt. Schlupfdauer beträgt ca 3-10 Tage. Das Männchen bewacht den Laich und die geschlüpfte Brut. Die 5 bis 7 mm langen, transparenten, kaulquappenähnlichen Larven verlassen die bewachte Nestmulde nachdem der große Dottersack aufgezehrt ist.

 

Nahrung:

Als Jungfisch ernährt der Wels sich von Plankton, später stehen auf der Speiseliste des nachtaktiven Raubfisches Insekten, Schnecken, kleine Karpfenfische (Plötzen, Güstern), Frösche, Molche, Vogelküken und Kleinsäuger (Nagetiere). Mit zunehmendem Alter wird der Wels ein gefräßiger Räuber, der alles verschlingt, was er bewältigen kann. Im Winter zieht er sich in tiefe, geschützte Lager zurück und stellt die Nahrungsaufnahme fast gänzlich ein.

 

Verwendung:

Beliebt ist der Wels als Sportfisch, mit einer Länge von über 2 m und einem Gewicht von über 80 kg ist er schon der größte Fisch, den man in Deutschland mit der Angelrute fangen kann und eine Herausforderung für jeden Angler. In Südeuropa kann der Wels zu noch größeren Exemplaren anwachsen

Sein helles grätenloses Fleisch ist wird besonders in der Mediterranen Küche hochgeschätzt. Es ist jedoch recht fettig und eignet sich daher gut zum räuchern.

 

Angelköder:
Naturköder, Wurm, Köderfisch, Fischfetzen
Kunstköder, Wobbler, Spinner, Blinker, Gummifische, Twister, Shads

 

Angelmethoden:
Spinnfischen
Pose mit Wurmbündel oder kleinen Köderfisch über Grund
Grundangeln mit Fischfetzen, kleinen Köderfisch oder Wurm

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