Dänemark 2015 - Teil 1

Anfang September machten Danny, Joana und Ich (Raphi) uns auf den Weg gen Dänemark. Anders als viele Urlauber haben wir uns bewusst gegen einen Ferienort in Küstennähe entschieden, um an den Binnengewässern den Räubern auf die Schuppen zu rücken.

Als Zielfisch #1 wurde der Hecht auserkoren.

Nach einigen Internetrecherchen fiel der Fokus schnell auf die zahlreichen Gewässer in und um Silkeborg.

Wir entschieden uns für ein gemütliches kleines Häuschen abseits von Silkeborg mit direkter Lage an dem Sminge See. Dieser künstlich angelegte See wird von der Gudenau durchlaufen, was diesem See nochmal einen extra Reiz zuspricht.

Ist die Gudenau doch zum Einen der längste Fluss Dänemarks und wird zum Anderen auch mit einem ausgezeichneten Raubfischbestand in diversen Angelforen angepriesen.

 

 

Anfahrt, Ankunft, Hindernisse...

Von Anfang an lief eigentlich alles wie geschmiert. Das Gepäck wurde bereits am Vorabend sicher im Auto verstaut. Kurz gefrühstückt und ein, zwei Tassen Kaffee ins Gesicht gekippt, dann ging es los. Die Anfahrt gestalltete sich denkbar einfach. Abgesehen von ein paar Stops, u. a. an der Fähre, sowie einem Supermarkt vor der Grenze, verlief die komplette Strecke über die Autobahn bis hin nach Silkeborg. Da eine Woche nun mal schnell vorüber geht, wollten wir auch keine Zeit verschenken und uns sofort die erforderlichen Angelscheine besorgen. Zum Einen den staatlichen Fischereischein und zum Anderen den Angelschein vom Silkeborger Angelverein. Laut diverser Auskunftstellen im Internet wären diese mitunter bei der Touristeninfo und bei einem Angelladen direkt in Silkeborg zu erstehen...

Leider haben wir es nicht rechtzeitig vor Ladenschluss zur Touristeninfo geschafft. Da blieb noch der Angelladen. Das kleine, gut sortierte Fachgeschäft in der Fußgängerzone Silkeborgs war leicht zu finden. Das Personal war freundlich. Doch leider gaben sie uns zu verstehen, dass es dort keine Angelscheine zu kaufen gäbe. Was nun?

Auf die Frage wo wir es noch versuchen könnten, hieß es, dass das Postamt die benötigten Angelscheine verkauft. Doch leider mussten wir feststellen, dass dieses ebenfalls geschlossen hatte.

Der Verzweiflung nahe, fanden wir im Internet die Seite eines Campingplatzes bei Silkeborg, der anscheinend auch Angelscheine verkauft.

Nach einem kurzen, aber sehr nettem, Gespräch per Handy fuhren wir zum Campingplatz. Dort erwartete uns zum Einen ein sehr schönes gepflegtes Gelände direkt am See mit Bootsverleih, als auch ein sehr netter und zuvorkommender Betreiber. Dort bekamen wir alle nötigen Angelscheine, sowie weitere nützliche Infos für das Angeln in und um Silkeborg.

Von da ging es dann endlich weiter zu unserem Ferienhaus. Eine knappe halbe Stunde Fahrt von Silkeborg entfernt fanden wir unser Häuschen vor und der Urlaub konnte beginnen.

Ein erster Versuch...

Kurz nachdem im Haus alles erkundschaftet und das Gepäck verstaut war, hielten Danny und ich es nicht mehr aus. Prompt wurde das Angelgeschirr einsatzbereit gemacht und wir starteten eine erste Erkundungstour mit dem hauseigenen Boot auf dem Sminge See.

Jeder mit einer Spinrute bewaffnet und einer kleinen Auswahl an Ködern bestückt, besetzten wir das Boot und ruderten los.

Da wir das Gewässer nicht kannten, fuhren wir zuerst markante Stellen an, wie z.B. die Zu- und Abläufe der Gudenau und natürlich die Seerosenfelder auf dem See.

Nach gut einer Stunde auf dem See und am dritten Spot angekommen, meldete sich auch schon der erste Hecht an. Wahrlich kein Großer seiner Art, aber der Anfang war gemacht. Der 52cm "große" Esox konnte dem 12g Effzett-Spinner im Hechtdekor nicht wiederstehen. Der kleine Kumpel durfte natürlich wieder schwimmen. Ein paar Würfe später, die allerdings ins Leere gingen, setzten Danny und ich uns aber in Bewegung, richtung Anleger. Der Hunger kam über uns, und für den ersten Tag sollte es das gewesen sein.

Angeln, Angeln, Angeln...

Am zweiten Tag wurde Dannys Schlauchboot einsatzbereit gemacht und am späten Vormittag ging es dann los. Joana und ich besetzten das Ruderboot und Danny kompletierte die Runde mit seinem Schlauchboot.

Anfangs noch frohen Mutes, stellte sich schnell heraus, dass der aufkommende Wind und der Wellengang, Dannys Vorankommen auf dem See ein ordentliches Bein stellte. So entschieden Joana und ich uns dazu, Dannys Boot an unserem festzumachen und ihn quasi abzuschleppen.

So geschehen klapperten wir weiter konsequent die Uferkanten und Schilfgürtel ab.

Kurz vor der angesetzten Mittagspause war es dann soweit...

Danny warf seinen kupferfarbenen Blinker in Uferrichtung und konnte einen schönen Biss kurz vor seinem Schlauchboot verzeichnen. Schnell stellte sich heraus, dass sein Kontrahent kein kleiner Fisch war. Die Bremse heulte auf, Meter um Meter der geflochtenen Schnur wurden von der Rolle abgespult. Wahrhaftig ein Vergnügen an der kurzen Barschrute, mitunter aber Nervenkitzel pur... Vor allem als aufmal Stillstand einkehrte. Was war passiert?

Der Fisch hatte sich festgesetzt.

Nun hieß es Ruhe bewahren. Langsam und konstant baute Danny immer mehr Druck über seine Rute auf und konnte den Fisch, der sich bisher noch nicht einmal zu erkennen gegeben hatte, aus dem Hinderniss befreien.

Und der Kampf ging weiter.

Doch wir merkten schon bald,  dass Danny am längeren Hebel saß und den Kampf für sich entscheiden wird.

So kam es dann auch. Der Fisch konnte sicher in Richtung des Keschers geführt werden und in den Maschen befand sich ein wunderschöner Esox.

Glatte 80cm und wohlgenährt, bescherte dieser Fisch Danny so einen neuen persönlichen Bestwert.

Noch völlig mitgenommen von den Ereignissen, entschieden wir uns kurz darauf eine Mittagspause einzulegen, um zu neuen Kräften zu gelangen.

Nach der Stärkung und einer kleinen Verdaungspause machten wir das Boot wieder startklar. Dieses Mal ohne Dannys Schlauchboot.

Die Angelei gestalltete sich durchaus schwierig. Wurf um Wurf feuerten wir ins Nass, doch nichts kam dabei raus. Lediglich einen spektakulären Biss auf einen fingerlangen Oberflächköder, per Zick-Zack-Lauf über die Seerosen geführt, konnte ich verbuchen. Leider konnte der Hecht den Köder beim ersten Sprung auch gleich wieder abschütteln.

Doch dann zauberte Danny seinen zweiten Hecht des Tages quasi aus dem Nichts.

Erneut tauchte sein Kupferblinker ins Wasser und brachte einen kleinen aber giftigen Hecht an die Leine. Dieser knapp untermaßige Fisch durfte dann aber auch, nach einem kurzen Fotoshooting wieder in sein Element zurück.

Leider kam danach nichts zählbares mehr zustande. Zwar probierten wir einiges, und das auch mit erheblicher Ausdauer, doch die Fische verschmähten unsere Köder.

So setzten wir zum Abend hin Kurs in Richtung Bootsanleger und erklärten den Angeltag für beendet.

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