Dänemark 2015 - Teil 2

Da wir als Allroundangler auch gerne mal die Posen- und Grundruten vom Ufer auswerfen, waren wir nach der ersten Ausfahrt mit dem Boot schon ein bisschen enttäuscht, da es keine Möglichkeit gab den See vom Ufer aus zu befischen.

So beschlossen Danny und ich, den friedlichen Zeitgenossen des Sees vom Boot aus näher zu kommen.

Jeder mit einer Posenrute ausgerüstet, ein paar Würmern und einer Dose Mais als Köder dabei, machten wir das Boot in Wurfdistanz zu dem Flußzulauf fest.

So konnten wir zum einen den Schilfgürtel am Ufer befischen, als auch unsere Posenmontagen schön mit der Strömung ein Stück weit in den Fluß hineintreiben lassen.

Dies funktionierte einwandfrei und mit großem Erfolg. Rotaugen und  Barsche stellten sich rasch als Abnehmer für unsere Köder heraus.

So konnten wir dann auch für einen angedachten Nachtansitz vom Boot aus die benötigten Köderfische ergattern.

Nach einer kurzen Zeit ohne Fischkontakt köderte ich zwei neue Maiskörner an und warf die Montage aus. Der Köder hat die Wasseroberfläche kaum durchdrungen, da sauste die Pose schon im Eiltempo davon.

Prompt setzte ich den Anhieb und merkte einen ordentlichen Widerstand. Der Fisch stellte sich schön in die Strömung und bot an der Matchrute ein angenehmes und spannendes Angelvergnügen. Nach kurzem Drill landete der Fische sicher im Kescher und wir erblickten eine Rotfeder. Aber was für eine! Satte 34cm zeigte das Maßband an und wir staunten nicht schlecht. Leider wurde die Schönheit bereits von einem der zahlreichen Kormorane attakiert und schwer verletzt. Zwei große Wunden und zahlreiche Kratzer zierten das goldene Schuppenkleid des Fisches. Doch trotz dieser Wunden strotzte die Rotfeder nur so vor Kraft. So schlug sie einmal mit der Floße und war bereits wieder verschwunden, nachdem wir sie behutsam in ihr Element zurücksetzten.

Joana legt los...

Später am Nachmittag versuchten wir dann wieder den  Räuber nachzustellen.

Kaum war der Anker am ersten Spot geworfen, flogen auch schon die Gummifische hinterher.

Nach einigen Würfen knallte es in der Rute von Joana. Die Rute stand krumm und die Bremse jaulte auf. Auch da war sofort klar, das ist kein kleiner Fisch.

Nach einer ausdauernden Flucht kam jedoch der Schreckmoment, die Rutenspitze schnellte zurück in Ausgangsposition und die Sehne hing schlaff durch... Der Fisch war ausgeschlitzt... Unfassbar,

aber ohne diesem Fisch lange hinterherzutrauern montierte sie einen neuen Gummifisch und warf erneut aus.

Ein paar Würfe später stellte sich Joanas Rute erneut krumm. Wieder heulte die Bremse auf. Dejavue...

Diesen Hecht wollte sie haben, das hat man gemerkt. Hoch konzentriert drillte sie den Fisch Meter für Meter ans Boot und somit in Reichweite des Keschers. Kurz vor eben diesem setzte der Fisch zum Sprung an, und wir konnten sehen wir knapp der Haken im Maul hing. Die Anspannung auf dem Boot war zu greifen.

Doch alles lief gut. Der Hecht sprang, behielt den Haken im Maulwinkel und konnte nach einer letzten, kurzen Flucht sicher gelandet werden.

Was für ein schöner Fisch. Super gezeichnet und wohl genährt... Und für Joana ein neuer persönlicher Bestwert: 74cm, pures Hechtdynamit.

 

Von den Ereignissen noch Berauscht, verweilten wir noch einen Augenblick an der gleichen Stelle. Ich montierte einen größeren Köder und warf ihn hinaus. Zwei, drei Würfe später stand dann auch schon der nächste Fisch in der Rute.

Kein Riese, aber ein Kämpfer. Und nach kurzem aber spektakulärem Fight konnte auch dieser sicher in die Maschen des Keschers geführt werden.

Im Anschluss näherte sich die Dunkelheit im Eiltempo und wir entschieden uns, den Heimweg anzutreten.

 

 

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